| 01.12.2009 - Julian Kirchhoff |
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| Als die 747-200 am 11.10.1970 ihren Erstflug feierte, setzte sie damit einen Meilenstein im Bereich der Großraumflugzeuge. Bis zu ihrem Produktionsstopp am 20. Dezember 1990 wurden 389 Exemplare gebaut. Gut 38 Jahre später beglückt uns die Add On Schmiede Commercial Level Simulations (CLS) mit einer Umsetzung dieses geschichtsträchtigen Flugzeuges, aber ist diese Umsetzung ihm auch würdig? |
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Installation
Normalerweise ist zu diesem Thema nicht viel zu sagen, aber nicht so bei der CLS 747 Classic, denn hier ist die Installation wirklich komplex….
Nach dem man nach der Bezahlung über den Downloadlink dass ca. 45 MB große „Base Pack“ geladen und extrahiert hat, findet man einen Ordner, der einen „Downloadmanager“ einen Repaintmanager und ein kurzes Manual beinhaltet. Über den Downloadmanager muss man dann den ca. 1 GB großen Installer mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1mb/s herunterladen. Wobei spätere Test einen weitaus schnelleren Download möglich machten. Vista User sollten den Downloadmanager als Administrator ausführen, weil er sonst abstürzt. Nach der problemlosen Installation kann man sich auf der CLS Seite noch einmal ein 550MB großes Livery Paket herunterladen, welches unzählige Bemalungen von Airlines rund um den Globus beinhaltet. Sollte man jedoch nicht alle Bemalungen benötigen kann man auch bequem über den Repaintmanager sich die Bemalungen herunter laden, die man will. Jede Bemalung wird hier mit Bild kurz vorgestellt und automatisch nach dem Download installiert. Eine feine Sache.
Das Außenmodell
Nach dem man sich für ein Modell und eine Bemalung entschieden hat und einen ersten Blick auf den mächtigen Jet wirft, ist man sofort fasziniert, denn das Modell macht schon einiges her. Die Proportionen sind genau getroffen und man kann jede Einzelheit erkennen. Von einer kleinen Antenne bis zum noch kleineren Streben im Fahrwerk ist alles modelliert. Der charakteristische Buckel ist perfekt getroffen und die mächtigen Triebwerke wirken sehr gut. Die Engine Fanes sind sauber modelliert. Also definitiv ist das Außenmodell einer der Highlights dieser Umsetzung der 747 Classic. Zusätzlich wurden auf Wunsch andockbare Treppen und Catering Vehicles erstellt, welche leider nicht so gut modelliert wurden wie der Rest der Maschine. Über ein eigenes Unterpanel lassen sich diese Bodendienste starten und beenden und unzählige Türen und „Cargodoors“ an der Maschine öffnen. Sitzen sie in einer Kombimaschine, also eine Passagier- und Frachtmaschine, öffnen sich natürlich auch die seitlichen Frachtluken. In der reinen Frachtversion lässt sich natürlich die „Nase“ der 747 stimmungsvoll öffnen und mit den nötigen Bodendienstfahrzeugen ausstatten. Hier kann CLS mit der 747 Umsetzung zu 100 punkten. Modell, Animationen und Bemalungen überzeugen auf der ganzen Linie.
Texturen
An den Texturen kann man nicht meckern, denn diese sind super. Commercial Level Simulations liefert ca. 50 Liveries von Airlines rund um die Welt mit. Ich denke da ist für jeden etwas dabei. Die meisten Texturen sind meiner Meinung nach fotoreal und beinhalten eine Menge an Details. Jedes noch so kleine Warnschild wurde berücksichtigt. Die Texturen sind hochaufgelöst und werden auch beim heran zoomen nicht unscharf. Die Nachttexturen sind ebenfalls sehr gelungen, da sie zur stimmigen Beleuchtung der Maschine in der Nacht sehr beitragen.
Virtuelles Cockpit
Das virtuelle Cockpit ist eines der Höhepunkte dieses Produktes. Auf dem ersten Blick verbreitet sich direkt „747 Feeling!“ Es ist perfekt modelliert und einige Teile wie z. B. die Armlehnen sind auf Knopfdruck beweglich. Die Texturen sitzen sauber auf den Objekten und wirken schön dreckig und abgenutzt, wie es sich eben für so einen Classic Jumbo gehört. Fast alle Schalter auf dem Overhead wurden nachgebildet, wobei die meisten von ihnen nur starr sind und nicht bewegt werden können. Zu bemängeln gibt es aber auch etwas, nämlich das Engineer Panel welches nur durch eine unscharfe Textur dargestellt und so völlig fehl am Platze wirkt. Hier hätte CLS wenigstens die Schalter modellieren können. Auch bei Nacht ist das Cockpit ein Highlight, denn die vielen Leuchten und Lämpchen vermittelt eine tolle Stimmung dieses „alten“ Arbeitsplatzes.
Das 2D Cockpit
Das 2D Cockpit ist mit einer hochaufgelösten Fototextur hinterlegt, welche schön abgenutzt wirkt und einen guten Hintergrund bildet. Die 747-200 besitzt ein klassisches Cockpit mit Tape- (Balken) Anzeigen, welche zuerst sehr gewöhnungsbedürftig sind, da sie nicht so leicht abzulesen sind. Leider sind nicht alle Schalter beweglich, was sich sehr am Overhead- Panel bemerkbar macht, an dem sehr viele „Fake“ Schalter zu finden sind. Die CLS 747 Classic bringt ein sehr einfaches FMC oder/und ein INS mit. Da den meisten die Funktionsweise eines INS nicht geläufig sein sollte, empfehle ich zu diesem Thema einen Blick in das Handbuch zu werfen, welches die Einzelheiten einfach und in englischer Sprache erklärt. Das FMC ist nicht komplex, so dass man es ohne viel Übung sehr schnell bedienen kann, wobei einige wichtige Funktionen nicht vorhanden sind. Commercial Level Simulation bleibt sich also beim 2D- Panel treu und setzt es grafisch sehr gut um. Die Funktionsweise ist wie bereits bei allen anderen Produkten gemäß der Philosophie von CLS eingeschränkt.
Sound
Der Sound der Triebwerke ist wahrlich ein Ohrenschmaus, denn das typische Röhren der alten Triebwerke ist gut umgesetzt und kommt dem Original sehr nahe.
Flugeigenschaften
Die Darstellung realer Flugeigenschaften ist CLS sehr gut gelungen. Wenn man mit der 747 Classic fliegt, hat man wirklich ein Gefühl vom Fliegen in einem Oldie.
Systemtiefe
Die Systemtiefe ist in diesem Flieger merklich niedrig gehalten, so fehlen doch einige Systeme. Aber wie CLS schon auf ihrer Website ankündigt, ist diese Maschine bewusst für virtuelle Piloten gestaltet, die keine Lust haben sich den ganzen Tag durch Manuals durch zu wälzen, sondern für die, die einfach nur einmal fliegen wollen und das ist Commercial Level Simulations gelungen!
Frames
Jetzt kommen wir zur Königsfrage, den Frames. Hier hat CLS gute Arbeit geleistet, denn es ist kein Kinderspiel solch ein komplexes Flugzeug mit guten Frames zu modellieren. Man spürt zwar, dass die CLS 747 Classic ein systemlastiges Add On ist, aber trotzdem hatte ich im Durchschnitt immer ca. 25-30 Frames aber eine sehr hohe Arbeitsspeicherauslastung, deshalb empfehle ich mindestens 2 GB Ram. |
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