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| » Titel: |
PMDG BAe Jetstream Series 4100 |
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| » Entwickler: |
PMDG |
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| » Publisher: |
Aerosoft |
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| » Lizenz: |
Payware |
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| » Medium: |
DVD-Rom |
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| » Preis: |
39.95 € |
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| » Release: |
veröffentlicht |
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| » Off. Seite: |
Hier klicken |
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PMDG BAe Jetstream Series 4100 Review |
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| 01.01.2010 - Gunter Schneider |
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| Eine Einleitung für dieses Add-On zu schreiben fällt mir schwer. Hinweise auf das „echte“ Flugzeug, die BAe Jetstream Series 4100 finden sich reichlich im Netz, PMDG ist für seine hervorragenden Add-Ons bekannt, wo also ansetzen? Und so habe ich dieses Review etwas anders aufgebaut, als ich es bisher gemacht habe. Ein außergewöhnliches Add-On verdient schließlich auch eine besondere Betrachtungsweise. .. |
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Nach dem Download und der Installation beginnt die etwas ungewöhnliche Registrierung, für die unbedingt eine aktive Internet-Verbindung bestehen muss. Beim ersten Aufrufen der PMDG J41 erscheint eine kleine Textbox, in die die Registrierungsnummer eingetragen werden muss. Danach hat man Zugang zu den beiden installierten Bemalungen, es kann losgehen. Na ja, es könnte losgehen, so mal zum Anschauen, wie denn der Vogel so von innen und außen gemacht wurde. Sollte man gleich fliegen wollen, wird dies vermutlich zu einem eher unerwarteten Ende des Fluges, vielleicht schon zum Ende des Rollens führen. Es sei denn, man kennt sich gut aus mit den Turbo-Prop-Triebwerken der J41 und ihrer spezifischen Handhabung am Boden und in der Luft. Also lieber erst mal in Ruhe schauen, und schon der erste Blick auf dieses Modell überzeugt. Das Außenmodell ist gestochen scharf und mit vielen Details wirklich sehr gelungen. Und über das Virtuelle Cockpit werde ich gleich noch etwas sagen.
Ein Blick auf die Menge der installierten PDF-Files lässt auch den unbedarften Sim-Piloten sogleich vermuten, dass wir es hier mit einem eher komplexen Add-On zu tun haben. Das stimmt! So finden sich vier Dokumente im PMDG-Verzeichnis. Zunächst das Flight Operations Manual, dass auf 543 Seiten das Flugzeug nebst aller Systeme im Detail beschreibt, dann das Flight Tutorial, welches uns auf immerhin 98 Seiten bei einem Musterflug begleitet (wir werden uns damit noch eingehend befassen), weiter ein Pilot Introduction Handbuch (auch 93 Seiten), welches man als erstes studieren sollte und schließlich die „Normal Checklist“, die, ausgedruckt und bereit liegend, eine große Hilfe ist. Lässt man die ersten sieben Seiten mal außer Acht, die bei allen Handbüchern (außer der Checkliste) identisch sind, bleibt eine beeindruckende Menge an Lesestoff übrig. Dies lässt erahnen, welches Lernpensum Piloten haben, die den Flugzeugtyp wechseln oder gar ein erstes Type-Rating erwerben wollen. Das Tutorial gibt es übrigens auch auf Deutsch, wobei man aber vergessen hat, die Überschriften zu übersetzen. Zusätzlich wird noch ein Konfigurations-Manager installiert. Dessen Funktionsweise wird im „Pilot Introduction Document“ erläutert, zu dem ich jetzt komme. Dieses File sollte man als erstes zur Hand nehmen. Es führt den Simulator-Piloten durch die Einstellmöglichkeiten des FSX und des Konfigurations-Managers. Diese Einstellungen müssen individuell in Abhängigkeit von der Leistungsfähigkeit des eigenen Rechners gewählt werden, sie sind auch jederzeit änderbar, wenn es denn nötig sein sollte. Danach geht es an die Beschreibung der Bedienung der verschiedenen Instrumente, Knöpfe, Hebel und Schalter. Ein Blick auf diesen Abschnitt erspart viel Frust, wenn denn ein Schalter sich partout nicht bewegen lassen will. Schließlich führt uns dieses Buch durch das ganze Cockpit mit allen Instrumenten, Schaltern usw.. Am Ende der Lektüre weiß man, welcher Schalter wo sitzt und wofür er gedacht ist. Die dahinter liegenden Systeme kennt man allerdings noch nicht...
Nun wollen wir hier ja kein Type-Rating machen und um alles in einer Art Kurz-Tutorial zusammenzufassen fehlt hier der Platz und das ist ja auch nicht Sinn eines Reviews. Deshalb werde ich jetzt auch nicht der Versuchung erliegen, und alles aufschreiben, was ich inzwischen über die J41 gelernt habe.
Nach dem Laden des Virtuellen Cockpits bin ich wieder begeistert. Das Cockpit wirkt absolut echt, nicht nur die Instrumente sondern die gesamten Arbeitsplätze der beiden Piloten sind perfekt gemacht. Fast alle Schalter und Hebel lassen sich bewegen und bewirken auch etwas. Mit Ausnahme der wenigen Pop-Up-Möglichkeiten (darauf komme ich noch) ist hier kaum noch etwas zu verbessern.
Nach dem Intro-Handbuch habe ich die Beschreibung des Tutorial Flights genommen und bin dieser Schritt für Schritt gefolgt. Das dauerte recht lange, denn es gibt immer wieder Verweise auf das dicke Handbuch, um das an der jeweiligen Stelle notwendige oder zumindest empfohlene Hintergrundwissen zu bekommen. Aber schließlich liefen nicht nur die Triebwerke, auch das FMS war „gefüttert“, der Autopilot vorgewählt, ich war „ready to go“. Also rauf auf die Bahn, vorsichtig Take-Off-Power setzen und los. Das geht sehr gut, die Call outs des Co-Piloten sind hilfreich und schon hebt der Vogel ab. Das war toll, und es geht schön weiter. Die Maschine lässt sich hervorragend von Hand fliegen, ich richte die Geschwindigkeit auf 170 KIAS aus und schalte den AP ein, der auch sofort übernimmt. Das klappt alles so, wie im Tutorial beschrieben. Die J41 ist kein Langstrecken-Flieger, die übliche Flugzeit dürfte so bei ca. 2 Stunden liegen. Es bleibt also wenig Zeit, die Landschaft zu genießen, denn es gilt schon bald, sich auf den Sinkflug und die Landung vorzubereiten. Hier kommt eine Besonderheit zum Vorschein, die ich doch erwähnen möchte: Mit Turbo-Props lassen sich Anflüge nicht so wie vielleicht gewohnt fliegen: Sinken und langsamer werden geht mangels Airbrake gar nicht. Man muss erst die Fahrt reduzieren und dann sinken, sonst wird es sehr schwierig, man bekommt die Geschwindigkeit einfach nicht mehr weg. Ich gönne mir für die erste Landung einen manuellen Anflug und bin wieder angenehm überrascht, wie gut sich die J41 von Hand fliegen lässt, wer braucht da noch ein ILS...
Der Sound am Boden und in der Luft ist Klasse gemacht, hier gibt es nichts auszusetzen. Nicht nur die Triebwerke, Klappen oder die Fahrwerkbewegungen haben ihren Sound, auch alle Schalter und Hebel klicken und klacken wie man es erwartet.
Das Handling am Boden ist wieder wie beim Start, der Flug kann erfolgreich abgeschlossen werden. Ich nehme zwei Dinge von diesem ersten Flug mit: Erstens, diesen Tutorial-Flight werde ich mindestens noch einmal machen und zweitens, die Abschnitte über die Triebwerke und den Autopiloten werde ich als nächstes im Handbuch nachlesen und hier tiefere Kenntnis erwerben, damit ich diese Systeme gut beherrsche. Die TPE 331-14- Turbinen sind von anderer Bauart als zum Beispiel die Turbinen der King Air. Hier ist der Propeller direkt mit der Turbine verbunden, was eine völlig unterschiedliche Funktionsweise und Bedienung erfordert. Die anderen Teile des Fliegers kommen dann nach und nach auch an die Reihe. Nach inzwischen ungefähr 20 Stunden Flugzeit mit der J41 bin ich mit der Maschine soweit vertraut, dass ich nicht mehr alles nachlesen muss, nur der Anlassvorgang und die notwendigen Eingaben in das FMS erfordern ein wenig Blättern in den Büchern.
Also rundherum zufrieden? Nun, fast. Ich finde es schade, dass man an aufrufbaren Pop-Up Instrumenten gespart hat. Neben dem Ramp-Manager, dem AP-Panel und dem GPS gibt es nur noch das FMS und die Radio Management Unit (RMU), das Engine Instrumentation System (EIS) fehlt. Das ist umso schwerwiegender, als die Behandlung der Triebwerke eine ständige Beobachtung der dort angezeigten Werte erfordert und ich beim Start eigentlich gerne nach draußen sehe und die wichtigsten Instrumente ebenfalls ablesen möchte. Das EIS ist dafür aber zu klein, so dass ich beim Take-Off im Cockpit zoomen muss, um die Triebwerke nicht zu überlasten, das geht zwar, ist aber unpraktisch. Auch das Warning-Panel oder die Nav-Instrumente hätte ich gerne per Klickspot vergrößert oder wieder verkleinert, aber das ist nur dem FMS und der RMU zugeteilt.
Ansonsten gibt es aber viele zusätzliche Views, die mittels der „A“-Taste abgerufen werden können. Dazu gehören nicht nur die beiden Piloten-Plätze, sondern zum Beispiel auch das Overhead-Panel, der Throttle-Quadrant oder auch der Jump-Seat. Wenn man im Konfiguration-Manager die Darstellung der Passagiere gewählt hat, kann man auch in die Kabine sehen. Das ist aber eher gruselig, die mitfliegenden Damen und Herren sind recht kantig geraten, so dass man auf sie gut verzichten kann.
Nachtflug ist eine Freude! Das Cockpit ist perfekt ausgeleuchtet, es lassen sich die gewünschten Abschnitte des Cockpits mit vielen Schaltern individuell beleuchten, auch ein Flutlicht gibt es, so dass für jedes Bedürfnis die passende Beleuchtung erreicht werden kann.
Um Cold & Dark zu starten, muss man entweder den gespeicherten Tutorial Flight aufrufen oder über das abgeschaltete Standard-Flugzeug gehen, eine eigene Einstellung dafür gibt es nicht. Lädt man den Flieger einfach so, steht er mit laufenden Triebwerken, aber ohne FMS und mit unvollständig abgearbeiteter Checkliste auf der Ramp oder am Gate. Da die Vorlieben bei den Sim-Piloten bekanntlich sehr unterschiedlich sind, hätte eine zusätzliche Auswahlmöglichkeit im Konfiguration-Manager sicher nicht geschadet.

So viele Features erfordern verständlicherweise erhebliche Ressourcen, der heimische PC muss ordentlich arbeiten, und das geht auf die Framerate. Dennoch ist mit dem Test-PC, der ja eher Mittelmaß darstellt, das Fliegen über Standard-Szenerien zu Standard-Flughäfen weitgehend ruckelfrei möglich gewesen. Ein Testflug Down under, über der FTX-Szenerie lief etwas besser, bei Anflügen auf Sydney oder Canberra lagen die Frames im Schnitt im unteren zweistelligen Bereich, das geht gerade noch. Wer wirklich alles aus dem Flugzeug herausholen will, der kommt allerdings an einigen Stunden Lesen und Lernen nicht vorbei. Aber bei einem so guten Modell sollte das kein Hindernis sondern eher Ansporn sein. |
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