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TESTBERICHTANSICHT

    Allgemeine Informationen    
 
 » Titel: SimCheck Airbus A300B4-200
 » Entwickler: SimCheck
 » Publisher: Aerosoft
 » Lizenz: Payware
 » Medium: Download ( Größe: 200 MB )
 » Preis: 39.99 €
 » Release: veröffentlicht
 » Off. Seite: Hier klicken

    SimCheck Airbus A300B4-200 Review    
14.02.2010 - Gunter Schneider
Der Airbus A300 ist ein echter Klassiker, das erste Großraumflugzeug der Welt, das mit zwei Triebwerken auskam und das erste Flugzeug von Airbus. Er war gedacht für Kurz- und Mittelstrecken mit etwa 250–300 Sitzplätzen. Von 1972 bis 2007 wurden immerhin 561 Exemplare gebaut. Die hier vorliegende Version A300B4-200 war baugleich mit der -100-Version, hatte aber ein erhöhtes Höchstabfluggewicht von 165 Tonnen und ein erhöhtes Landegewicht. Sie wurde von General-Electric-CF6-50-Triebwerken angetrieben. Und dieses schöne Flugzeug steht uns nun für den FSX zur Verfügung, in einer völlig neuen Version, entwickelt von SimCheck und herausgebracht von Aerosoft.
Eigentlich wollte ich dieses Review klassisch beginnen, mit einem Walk Around (dem Außen-Check), um dann losfliegen zu können. Auf dem Weg nach draußen bin ich aber, bildlich gesprochen, über einen Berg von Papier gestolpert und habe erst mal alles sortiert. Und es gibt reichlich: Nach der Installation finden sich unter dem Eintrag „SimCheck“ im Start-Menü 9 (neun!) Handbücher, ein Livery Installer, ein Flugplan-Konverter und ein Konfigurations-Tool. Bei näherem Hinsehen ist es dann doch nicht so schlimm, denn die Zusatz-Tools haben auch je ein Handbuch und der Schnellstart sowie der Einweisungsflug sind sowohl in Deutsch als auch in Englisch vorhanden. Aber es gilt auch hier der Hinweis, dass es ein zu viel an Dokumentation gar nicht geben kann. Es werden übrigens 21 Flugzeuge, sowohl in der Passagier- wie auch in der Frachtversion installiert.




Hier gleich ein Tipp: An verschiedenen Stellen weist Aerosoft darauf hin, dass eine aktuelle Version von Pete Dawson’s FSUIPC.dll benötigt wird. Und das stimmt, denn mit meiner älteren Version funktionierte der Flieger nicht! Aber da nur eine nicht registrierte Version benötigt wird, ist ein Update ja schnell gemacht. Dazu und zu weiteren interessanten Themen gibt es einiges an Informationen in den Foren bei Aerosoft und bei SimCheck, ein Besuch lohnt sich.
Statt des erhofften Rundgangs um den Flieger herum geht es jetzt erst mal in die „Ground School“, Bücher lesen, Theorie pauken, damit es denn gleich mit dem Fliegen richtig und mit (halbwegs) fundierten Wissen losgehen kann. Hierzu eignen sich der „Schnellstart“ und natürlich der sehr schön gemachte Tutorial-Flug, auf den ich noch zurückkomme. Der Schnellstart wurde in der Tat schnell gemacht, denn mittendrin findet sich eine Passage, die sich mit der Installation der German Airports 3 beschäftigt, und den Airbus als Szenerie behandelt. Na ja, nach zwei Absätzen sind wir dann aber wieder beim Flugzeug....
Von diesem kleinen Hick-Up abgesehen ist die Dokumentation wirklich gut gelungen. Es liest sich alles gut und flüssig, mit ein bisschen Humor geschrieben, so vermittelt man Wissen gut und erfolgreich!




Nun aber los, der Tutorial Flight wartet, und jetzt zunächst der Außen-Check. Die verschiedenen Liveries sind farblich stimmig, werden aber aus der Nähe etwas unscharf. Sie wirken nicht steril, da der Eindruck eines benutzten bzw. leicht verschmutzten Flugzeugs entsteht. Die Detailtiefe geht noch in Ordnung, die Räder und das Fahrwerk sehen gut aus und man erkennt, ob die Triebwerke laufen oder nicht. Die vielen Animationen sind sehr gut gelungen. Besonders gut lassen sich die vielen Türen und Luken durch ein extra aufrufbares Panel bedienen. Sind die Türen geöffnet, werden Gangways herangestellt und bei den Frachtversionen sieht man den Beladevorgang als Animation, was sehr schön gemacht ist. Durch die geöffneten Türen oder Luken kann man das Innere des Flugzeugs erkennen, das passt alles.
Draußen ist alles in Ordnung, begeben wir uns zum Arbeitsplatz der Crew. Für alle Freunde des 2D-Cockpits: Der SimCheck Airbus hat sowohl ein 2D- wie auch ein Virtuelles Cockpit! In beiden Cockpits fällt als erstes auf, dass wir uns in einem Airliner befinden, der nicht der neuesten Generation angehört: Es gibt keine Multi-Funktions-Panel und keine Glas-Instrumente, dafür aber den Arbeitsplatz des Flugingenieurs. Die Panels in beiden Cockpits sind gut ablesbar und mit einer Vielzahl von verschiedenen Optionen versehen, wie man Unter-Panels aufruft. Das Handbuch mit dem Titel „Panel Overview“ ist hier wirklich zu empfehlen, damit man alle eingebauten Klickspots auch findet! Der optische Eindruck beider Cockpits ist gewöhnungsbedürftig. Die Farben sind nach meinem Geschmack etwas zu stark geraten, was einen recht bunten Effekt generiert, aber das ist vielleicht auch eine Einstellungsfrage. Jedenfalls wirken die Cockpits nicht „photoreal“ sondern etwas künstlich und, dem Alter des Fliegers angemessen, benutzt. Wenn man sehr nahe an die Beschriftungen heranzoomt, werden diese pixelig, aber da alles gut ablesbar ist, braucht man nicht wirklich nahe heranzugehen. Die Nachtbeleuchtung ist auch gut gelungen und individuell einstellbar. Nach meinem Geschmack ist es etwas lediglich etwas zu hell im nächtlichen Cockpit. Das Layout der Cockpits entspricht sehr gut dem realen Vorbild, die wesentlichen Bedienelemente sind an ihrem Platz, gut gemacht!




Vorbildlich gelöst ist das Problem der Bedienbarkeit der Systeme. Im 2D-Cockpit gibt es eine Reihe von Auswahl-Knöpfen, sowohl am linken Rand des Panels (bzw. beim 1. Offizier am rechten Rand) als auch am oberen Bildschirmrand. Dazu kommen, wie schon erwähnt, sehr viele verborgene Klickspots, mit denen wiederum Panels aufgerufen, Anzeigen umgeschaltet oder Werte automatisch berechnet und eingestellt werden. Wenn man das mal „drauf“ hat, kann man sehr schnell jeden Schalter und Hebel erreichen, was die Attraktivität des 2D-Cockpits natürlich steigert. Aber auch das Virtuelle Cockpit ist hervorragend bedienbar, hier gibt es die volle Punktzahl!
Über den Menü-Punkt „Setup“ erreicht man einige pfiffige Einstell- und Auswahlmöglichkeiten, darunter die Option, das Flugzeug quasi „halbautomatisch“ in den nächsthöheren Status zu versetzen, ohne selber alle Hebel zu bedienen. Halbautomatisch deshalb, weil man nicht direkt aus Cold & Dark“ in den Status „Abflugbereit“ springen kann. Etwas muss man schon noch selber machen...
Damit kommen wir zur Frage der Systemtiefe. Triebwerkssteuerung, Elektrik, Hydraulik, Pneumatik und etliches mehr können und müssen korrekt bedient werden, damit der Flieger ordnungsgemäß abheben kann. Der Weg von Cold & Dark zum abflugbereiten Status ist mit allen Systemen simuliert und muss ordentlich abgearbeitet werden. Die Navigation hängt nicht an einem FMC sondern - wir erinnern uns, der Flieger ist schon etwas älter - an einem INS. Auch für das Carousel INS gibt es ein eigenes Handbuch, in dem alles Wissenswerte zu finden ist. Flugpläne lassen sich einlesen, sie dürfen als Bezeichnung aber nur eine Nummer haben. Für nicht im FSX erstellte Pläne gibt es ein Konvertierungs-Tool, sehr praktisch!
Mit der Bedienung des Autopiloten muss man sich etwas beschäftigen, dann funktioniert er prima und leitet den Airbus gut durch den Flug. VNAV gibt es nicht, das Abfliegen von SIDs und STARs kann einen ganz schön beschäftigen, aber das macht ja auch den Reiz dieses Flugzeugs aus.




Ein weiteres Tool nennt sich A300 Config und befindet sich, wie die Handbücher und alles andere im SimCheck-Menü. Mit diesem Tool kann man für jeden Flug den Flieger beladen, Gewichte, Entfernung, Höhe und vieles mehr festlegen, so dass zum Beispiel die automatischen Berechnungen der Geschwindigkeiten für Start und Landung auch die richtigen Werte haben.
Der Sound des Flugzeugs erscheint mir recht gut gelungen. Auch die einzelnen Klicks und anderen Geräusche im Cockpit sind gut und passend gemacht, so dass hier der Gesamteindruck gut ist.
Nach dem Lesen des „Schnellstarts“ habe ich mich durch den Einweisungsflug von Brüssel nach London-Heathrow gearbeitet und es hat alles gut geklappt. Man muss sich aber vor dem Tutorial zumindest einige Grundkenntnisse angeeignet haben, da nicht jede kleine Funktion im Tutorial erläutert wird. Das dauert beim ersten Mal recht lange, aber da, jedenfalls nach meinem Empfinden, die Abläufe logisch und gut nachvollziehbar sind und zudem auch noch gut beschreiben werden, ist die Lernkurve steil, beim zweiten Flug ging es schon bedeutend schneller. Der Airbus fliegt sich auch von Hand recht angenehm und da sich alles sehr gut bedienen lässt, hält sich der Stress in Grenzen (schließlich muss man alleine die Aufgaben des Kapitäns, des 1. Offiziers und des Flugingenieurs wahrnehmen!).




Dieser Airbus verlangt dem heimischen PC einiges ab. Auf einem Standard-Flughafen hatte ich bei meinem System (mit zwei Monitoren) aus dem Cockpit nur noch knapp 12 FPS. In der Luft waren es dann deutlich über 25 FPS.
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