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TESTBERICHTANSICHT

    Allgemeine Informationen    
 
 » Titel: Eiresim Dublin 2009
 » Entwickler / Publisher: Eiresim Team
 » Lizenz: Payware
 » Medium: Download ( Größe: 29 MB )
 » Preis: 17,00 €
 » Release: veröffentlicht
 » Off. Seite: Hier klicken

    Eiresim Dublin 2009 Review    
21.02.2010 - Rainer Brecht
Das noch sehr junge Team von Eiresim mit Terry und Conor Smith wagten sich mit Dublin 2009 in ihrem Erstlingswerk als Payware gleich an den großen internationalen Flughafen in der irischen Hauptstadt. So viel Mut muss eigentlich belohnt werden, v.a. da es noch ein Konkurrenzprodukt von BluePrint gibt.
Der Flughafen: Wirklichkeit und Simulation



Der Airport Dublin gehört mit ca. 21 Mill. Passagieren zu den größeren Destinationen in Europa. Dieser besitzt zurzeit drei Runways mit 2637 m (10/28), 1339 m (11/29) und 2072 m (16/34). Bis 2012 soll ein paralleler Runway zur 10/28 entstehen, die Bahn 11/29 soll dafür abgerissen werden. Die Erweiterung vom Terminal 1 – Nord wurde 2007/08 realisiert. Der komplett neue Terminal 2 wird voraussichtlich bis Ende 2010 voll in Betrieb gehen. Man strebt eine Passagierzahl von über 30 Mill. an. Eiresim hat die entsprechenden Gebäude und Piers schon berücksichtigt. Die zukünftige parallele Runway ist in der Simulation natürlich noch nicht enthalten.

Installation
Die Software gibt es für beide Versionen des Flugsimulators. Es handelt sich um jeweils einen eigenen Download. Das Programm kann von der Homepage jeder herunterladen. Die Freischaltung geschieht nach dem Kauf über eine Email, die den Registrierungscode enthält. Für den FSX gibt es die Version 1.1, bei der das erste Update schon enthalten ist. Für den FS2004 die Version 1 und zusätzlich ein Update zur Version 1.2. Das letzte Update ist sehr wichtig, da man nur mit diesem den Airport bei AES anmelden kann. Damit ist auch schon eines der Future genannt. Mit AES 2.05 wird nur der FS2004 unterstützt. Allerdings kommt in den nächsten Versionen von AES auch die Unterstützung für Dublin 2009 FSX hinzu.

Die eigentliche Installation beinhaltet für mich eine Überraschung. Zunächst startet der Vorgang wie bei anderen Herstellern auch: Man wird aufgefordert seine Emailadresse und die Registrierungs-nummer anzugeben. Das Verzeichnis des Flugsimulators wird von der Installationsroutine automatisch ausgewählt. Problemlos werden die Dateien installiert. Auch einen Eintrag in das Startmenü von Windows nimmt das Setup selbst vor. Gegen Ende kommt aber der Hinweis, dass man die Software selbst in der Szeneriebibliothek anmelden muss. Da neben dem Flughafen auch eine Landclass anzumelden ist, finde ich das für eine Payware etwas ungewöhnlich. Mit dem Handbuch gelingt das aber ganz gut – dazu aber mehr im nächsten Punkt. Die Szenerie funktionierte aber dann einwandfrei.



Handbuch
Das Handbuch im PDF-Format ist in englischer Sprache verfasst und übersichtlich gestaltet. Die wichtigsten Gebiete für den Benutzer sind aufgeführt. Nach der Einleitung findet man die Systemanforderungen. Nun folgen die Installationshinweise. Angeblich ist laut Handbuch die Installation vollautomatisch, was nicht ganz der Realität entspricht. Wie zuvor beschrieben muss man die Szenerie selbst anmelden. Allerdings ist der Vorgang auch für Anfänger gut beschrieben, so dass mein Kritikpunkt wieder etwas relativiert wird. Der wichtige Hinweis, dass der Flughafen eine höhere Priorität als die Landclass haben muss, wird ebenfalls gegeben.
Nach den Installationshinweisen erfolgt eine Anleitung, wie man Dublin als Airport aufruft. Auch ohne AES gibt es zwei „Jetways“ die animiert sind und nach der klassischen Methode funktionieren, bevor es AES gab (über die Eingabe der NAV1 Frequenz).
Danach wird das „Visual Guidance Docking System“ (VGDS) erklärt. Beim Ausprobieren wurden mir nicht nur die im Handbuch aufgeführten sechs Flugzeugtypen angezeigt, sondern selbst eine Cessna 172. Oben auf dem Bild erkennt man die Anzeige für eine Fokker F100 von BMI. Das ist beachtlich und ist wirklich sehr gut gelungen.
Es folgt noch eine kurze Beschreibung der animierten Fahrzeuge und der Geschichte des Flughafens. Die Charts kann man von der angegeben Adresse herunterladen. Das Handbuch ist zwar etwas knapp geraten, dient aber nach meiner Meinung der Sache, dass man als User den Flughafen und damit die Software auch nutzen kann.





Der Flughafen
Nach dem Start des Flugsimulators befinde ich mich außerhalb meiner A321 von Air Lingus. Die Passagierbrücke fährt am Gate 37 bei Pier B gerade an die Maschine, so dass ich einsteigen kann. An der hinteren Tür fährt die Gangway heran. Dank Unterstützung durch AES ist das für den ganzen Flughafen möglich. Der Einstieg des „Fingerdocks“ ist fotoreal gestaltet und wird diesem Begriff auch gerecht. Bei manchen Airport-Szenerien wirken diese wie aufgeklebte Fotos, hier aber nicht.
Sitzt man im Flugzeug, sieht das Andocken der Passagierbrücke auch sehr gut aus. Das liegt zusätzlich an der nächsten guten Umsetzung von Eiresim, dem animierten Verkehr auf dem Flughafen. Direkt vor dem Cockpitfenster am Gate 37 fahren Schlepper, Transporter, Versorgungsfahrzeuge und Kleinlaster vorbei. Diese Animation findet sich auf dem ganzen Flughafen bei allen Terminals wieder.
Ein paar Gepäckwagen und statische Fahrzeuge verstärken den Eindruck, dass sich hier etwas tut und Betrieb herrscht. Allerdings hätten es ruhig noch mehr statische Objekte sein können. Das Passenger-Terminal, welches mittels Pier B Verbindung und Zugang zu den Flugzeugen findet, ist ebenfalls fotorealistisch und damit schön dargestellt ebenso wie das Gebäude. Pier B ist gepaintet und sehr gut gelungen. Auf den Passagierbrücken findet sich der Sponsor der Ulster Bank wieder, was ebenfalls der Realität entspricht. Pier A ist ebenfalls fotorealistisch und sehr gut gelungen. Diese zwei Abflugbereiche nutze ich deshalb auch am liebsten.
Pier D, das neueste Terminal in Betrieb, finde ich etwas langweilig gestaltet. Vergleiche mit echten Aufnahmen zeigen aber auch eine Begründung – auf diesen ist das Gebäude für mich kein architektonisches Highlight, wofür Eiresim ja nicht verantwortlich ist. Man sieht hinter der Glasfassade auch Details, wie die tragenden Säulen und somit ist das Ganze auch gelungen (Bild 18).
Statische Flugzeuge sieht man nur wenige. Bei meinem Flugsimulator ist das kein Problem, da ich Ultimate Traffic benutze. Der genannte Punkt wird überschätzt, natürlich wäre ein Auswahlmenü schon bei der Installation hilfreich, so dass man die statischen Flugzeuge ein- oder ausschalten kann. Dann stellt sich bei mir aber die Frage, für was man dann überhaupt detaillierte Flughäfen als Zusatzsoftware kauft, wenn einem dann nur die Standardfluggesellschaften des Flugsimulators begegnen. Ein so großer Airport lebt von einer großen Menge Verkehr. Somit sehe ich beim Taxi nicht nur den animierten Verkehr, sondern auch viele andere Fluggesellschaften, die damit ein positiven Eindruck bzgl. dieser Software hinterlassen.




Die Umgebung
Bewegt man sich mit seiner Maschine beim Taxi auf dem Vorfeld bis zur Runway, gibt es wieder einige Objekte, die man sich währenddessen anschauen kann, da die Simulation dadurch wesentlich interessanter wird. Mein Start erfolgt ungewöhnlicher weise von Runway 10. Die Flughafenfeuer-wache, Funk- und Radarstationen, Wartungshallen, Parkhäuser usw. hinterlassen einen guten Eindruck. Wobei die Autos auf dem Dach zwar von einem Foto stammen, aber eindimensional wirken. Beim Kontrollturm und den Gebäuden um den Flughafen ist man negativ überrascht. Diese scheinen „im Grünen“ zu stehen. Nach dem Takeoff bestätigt sich das Bild. Sehr gut sind dagegen die 3-D Approach-Lights.
Wie auf den Screenshots zu sehen (Bild 22 bis Bild 28), wurde die Umgebung mit einigen Fehlern und Nachlässigkeiten modelliert. Der Abfahrtsbereich der Busse vor dem Passagierterminal zeigt keine Straße und die Abfahrt von der Ankunft endet als „Betonmauer“ (Bild 26). Die Doppeldecker fahren auf dem Rasen. Straßen fehlen im äußeren Bereich gänzlich. Der Kontrollturm steht mitten im Grünen. Das schön modellierte Gebäude „SR Technics“ steht nicht nur auf dem Rasen, der Zaun hört auch einfach auf. Der Airport ist somit gewissermaßen „schutzlos“ – von hier aus kann man einfach in den Flughafen marschieren oder fahren.
Auch wenn es sich um die erste entwickelte Payware von Eiresim handelt sind die genannten Fehler für mich nicht ganz nachvollziehbar. Der positive Eindruck des Airports wird dadurch etwas gemindert.



Die Texturen
Die Texturen sind insgesamt sauber und deutlich bearbeitet. Wie oben schon beschrieben sind v.a. viele Gebäudetexturen fotorealistisch. Wenden wir uns also den Vorfeld-, den Taxiways- und Runwaytexturen zu.
Mit der Gesamtansicht sieht man die „Plattenbauweise“ des Vorfeldes sehr gut. Der Beton erscheint aber etwas zu hell. Beim näheren Betrachten sieht man, dass die Bezeichnungen scharf abgebildet und damit lesbar sind. Es sieht auch benutzt aus, obwohl diese Komponente noch besser geht. Auf den Runways erkennt man deutlich die Aufsetzpunkte der Flugzeuge, welche durch die starken Bremsspuren erzeugt werden. Mir wirken diese zu plakativ aufgetragen und damit etwas unecht. Auf den Taxiways erkennt man sehr deutlich die Leuchten des Mittellinienfeuers. Diese scheinen aber fast neu und somit nicht benutzt zu sein, obwohl hier täglich Fahrzeuge darüber rollen. Insgesamt sind die Texturen aber ordentlich gemacht und geben keinen großen Anlass zur Klage.





Der Flughafen bei Nacht
In der Gesamtansicht zeigt sich der Flughafen gut ausgeleuchtet. Pier D und das neue Pier zum Terminal 2 sind deutlich erkennbar und weisen eine gleichmäßige Verteilung des „künstlichen“ Lichts auf. Der gute Eindruck setzt sich bei Pier A und Pier B fort (Bild 37 bis Bild 39). Geht man allerdings nahe an das Terminal D heran, zeigt sich ein Fehler. Es erscheint dunkel und unbeleuchtet, die Dachbereiche aus Glas hingegen beleuchtet. Ein nächtliches Departure von diesem Terminal erscheint unrealistisch.
Die Ausleuchtung von der Ferne ist besser als von der Nähe. In Wirklichkeit wird der Flughafen Dublin mittels Natriumdampflampen beleuchtet. Diese geben ein fast schon orangenes Bild ab, das ausreichend hell ist. An den Gates und dem Vorfeld wirkt das Ganze in der Simulation zu dunkel. Das Licht der Leuchten selbst wirkt auf mich auch zu gelb und zu stark wie ein „Wattebausch“. Entfernt man sich von den Gebäuden, ist auch ein Unterschied in der Lichtwirkung bemerkbar. Der Bereich lässt sich auch noch etwas besser machen.
Die Runwaybeleuchtung ist auch von Weitem klar erkennbar, genauso wie die die blauen Randfeuer (taxiway edge) der Taxiways.
Die zuvor kritisierte Umgebung des Flughafens zeigt aber nachts zumindest eine besser gemachte Beleuchtung (Bild 44). Das Parkhaus, die Verbindung zwischen Parkhaus und Flughafengebäude, sowie das eigentliche Passagierterminal sind angenehm beleuchtet. Selbst die Straße erscheint jetzt natürlich schwarz, was diese eigentlich auch bei Tag sein sollte…

Frames
Mit der Performance der Simulation war ich sehr zufrieden. Begründet ist das aber auch zum Teil damit, dass die Ausstattung meines Testrechners ganz ordentlich ist. Wirkt eine Software stark belastend für die Ressourcen eines Rechners, fällt das normalerweise auch bei mir auf. Da kann ich Positives berichten. Meistens hatte ich zwischen 50 und 66 fps. Selten sank die Leistung unter 25 fps selbst mit aufwendigen Addons.
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