|
|
| |
|
 |
| » Titel: |
FS Global 2010 |
|
|
|
| » Entwickler / Publisher: |
PILOT'S GesmbH |
|
|
|
| » Lizenz: |
Payware |
|
|
|
| » Medium: |
DVD-Rom |
|
|
|
| » Preis: |
69,99 € |
|
|
|
| » Release: |
veröffentlicht |
|
|
|
| » Off. Seite: |
Hier klicken |
|
|
| 22.02.2010 - Gunter Schneider |
|
| Die Welt ist dreidimensional, und das gilt natürlich auch für die Flugsimulation. So ist es ganz wichtig, neben ordentlicher Darstellung der Landschaft entsprechend ihrer Besiedlungsform oder ihrer natürlichen Umgebung auch das Höhenmodell unseres Planeten ordentlich und natürlich möglichst realistisch im Flugsimulator abzubilden. Verantwortlich dafür sind sowohl im FS 2004 als auch im FSX die Mesh-Daten. Von ihrer Genauigkeit hängt die Darstellung von Bergen, Tälern oder Schluchten ab. Viele Add-On Szenerien bringen ihr eigenes Mesh mit, da die Entwickler mit den Daten, die Microsoft standardmäßig programmiert hat, nicht zufrieden sind. Gemessen oder besser bezeichnet wird die Genauigkeit als „Level of Detail (LOD), wobei die Zahl möglichst hoch sein soll. Ein LOD12-Mesh hat eine 9m Auflösung, das sieht dann schon recht ordentlich aus. Wer nun viel in der Welt herumfliegt wird nicht unbedingt damit zufrieden sein, dass viele Add-On Szenerien ein schönes Mesh haben, der Rest der Gegend aber nicht. Hier kommt jetzt die schon seit langem bekannte FS Global Serie ins Spiel. Nun wird die ganze Welt mit zum Teil sehr detailliertem Mesh abgedeckt. Zu betonen ist, das FS Global 2010 auch die Gebiete nördlich und südlich des 60. Breitengrades umsetzt, was unter anderem ein wesentlicher Unterschied zu FS Global 2008 darstellt. |
|
Die neueste Version ist jetzt FS Global 2010 X. Die Box beinhaltet auf 6 DVDs Mesh-Daten für den FS 2004 und den FSX mit ca. 20 GB Daten (pro Simulator versteht sich!). Die Installation ist nicht für Eilige, man sollte sich pro Simulator schon etwa 3 Stunden Zeit nehmen. Lohnt sich dieser Zeitaufwand? Sind die 20 GB mehr auf der Festplatte gut angelegt? Wir werden sehen, welche Veränderungen im FSX es gab, denn nur diesen habe ich getestet.
Am Anfang der Installation ist der Nutzer ein wenig gefordert, er muss sich entscheiden, für welchen Simulator er die Daten installieren möchte und in welchem Verzeichnis FS Global den Sim findet. Diese Frage ist nicht zu verwechseln mit der Frage nach dem Speicherort, der auch auf einer anderen Partition sein kann. Hat man alles eingegeben und die Bestätigung erhalten, dass der Installer den gewählten Flugsimulator auch gefunden hat, muss man nur noch in unregelmäßigen Abständen DVDs wechseln. Schließlich sind nicht nur die Daten auf der Festplatte, unter der Rubrik Programme gibt es jetzt das Verzeichnis Pilot’s Software und darunter finden sich ein deutsches Handbuch, eine „Inside FS Global“-Beschreibung mit dem technischen Hintergrund der Mesh-Daten und der damit verbundenen Probleme. Zusätzlich gibt es noch zwei Tools, das Airport Elevation Tool (eine Demo der AFX-Software, die aber das Speichern einer veränderten Field Elevation zulässt) und ein Tool zum Anpassen der terrain.cfg. Auf die AFX-Software komme ich noch zurück.
Die Software schreibt sich auch gleich in die Szenerie-Bibliothek ein, und zwar recht weit unten. Das wird bewusst so gemacht, da damit Add-Ons mit eigenem, vielleicht höher auflösendem Mesh, dieses auch anwenden. Experimente mit einer höheren Platzierung haben bei mir auch keine Änderung der Darstellung des Höhenmodells bewirkt.
Der Unterschied zwischen dem Standard-Mesh und dem neu installierten Höhenmodells ist abhängig von der Gegend, in der wir fliegen. Alle Screenshots zeigen einen Mit/Ohne FS Global 2010 Vergleich. Man sieht zum Teil gravierende Unterschiede, besonders in Südamerika und nur geringe Veränderungen, zum Beispiel in den Alpen. Das liegt zum einen an der Qualität der Höhendaten (LOD-Zahl) und zum anderen daran, dass einige Teile der Welt im Default-FSX schon ganz ordentlich dargestellt werden. Auffällig war, dass gerade in den Gegenden, die einen besonders hohen LOD aufweisen sollen (z.B. Hawaii und der Südwesten der USA), die Unterschiede zum Default FSX kaum wahrnehmbar sind.
Hier ist das Hervorheben des besonders hohen LOD etwas verwirrend, da der FSX in diesen Gegenden von sich aus schon sehr gut aussieht. Das gilt ganz besonders für Hawaii. So hat man also von einem leichten Korrigieren von Höhendaten und dezentem Anpassen der Oberfläche (zum Beispiel von eher flach zu wellig) bis hin zu großflächig veränderter Darstellung ganzer Gebirgszüge eine große Auswahl an Verbesserungen zu erwarten, je nachdem, wie gut der FSX schon ist. Die Beispiele in den Screenshots stammen aus den Alpen bei Samedan, aus einem norwegischen Fjord, aus Island, dem Milford Sound in Neuseeland, dem Torres del Paine Gebiet in Chile, Lukla in Nepal und der Sierra Nevada bei Ridgecrest in Kalifornien sowie aus Hawaii. Für Lukla habe ich drei Shots beigefügt, wobei der Shot mit der Cessna Caravan von einem anderen Rechner stammt und erstaunlicherweise eine völlig andere Default – Szenerie hat als der Testrechner, auf dem ich für dieses Review ständig in der Szenerie-Bibliothek das FS Global Mesh ein- und wieder ausgeschaltet habe. Danach habe ich alle anderen Plätze nochmals angesehen, aber einen derartigen Unterschied wie in Lukla zwischen den zwei Rechnern konnte ich nirgendwo mehr feststellen.
Ein Problem, auf das immer wieder in der Dokumentation eingegangen wird, ist die Tatsache, dass Microsoft nur absolut flache Flugplätze zulässt. Nun sind diese in der Realität in den seltensten Fällen komplett flach, so dass das einspielen akkurater Höhendaten an einigen Stellen zu Problemen führen muss. Um allzu gravierende Fehler (Flughäfen auf hohen, steilen Plateaus oder in tiefen Schluchten) korrigieren zu können, ist eine Demo-Version des AFX-Tools beigefügt. Diese Payware erlaubt das Verändern bzw. das Erstellen von AFCAD-Dateien. In dieser Version ist es möglich, alles auszuprobieren, speichern lässt sich aber nur das Ändern der Höhendaten eines Flugplatzes. Wie das funktioniert ist gut beschrieben und ich habe es anhand des neuseeländischen Flugplatzes Milford Sound (NZMF) hier in den Screenshots gezeigt. Dass das Ergebnis dennoch unbefriedigend bleibt, liegt daran, dass der Flugplatz, der umgebende Fluss nebst Gelände ca. 800 Fuß zu hoch programmiert sind und somit reicht es nicht, nur die Flugplatzhöhe anzupassen.
Auf das Tool, welches die terrain.cfg ändern kann, möchte ich hier nicht eingehen, ich empfehle, die Hinweise im Handbuch zu studieren.
Auf die Performance des FSX hat FS Global 2010 X keinen messbaren Einfluss. Weder das Laden der Daten noch die Framerate haben sich bei meinem System spürbar verändert. |
|
|
|
|
|
|