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| » Titel: |
Bush Hawk XP |
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| » Entwickler: |
Thorsten Reichert |
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| » Publisher: |
Aerosoft |
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| » Lizenz: |
Payware |
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| » Medium: |
Download ( Größe: 280 MB ) |
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| » Preis: |
29,95 € |
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| » Release: |
veröffentlicht |
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| » Off. Seite: |
Hier klicken |
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| 25.03.2010 - Gunter Schneider |
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| Bush-Flüge erfreuen sich gerade im FSX einer steigenden Beliebtheit. Der Simulator gibt dabei so einiges her und an geeigneten Szenerien mangelt es auch nicht mehr. Hier sei nur an das African Airstrip Adventure von Aerosoft erinnert, dass uns die Bush-Fliegerei in Afrika näher bringen kann. Was neben schönen Szenerien zum guten Bush-Fliegen dringend erforderlich ist, sind natürlich geeignete Fluggeräte. Hier gibt es zum Beispiel mit der Twin Otter, der Beaver oder der Piper Cub einige gut geeignete Modelle. In dieses Segment soll auch die Bush Hawk XP von Aerosoft hineinpassen. Ob das so ist, möchte ich hier näher beleuchten. |
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Bush-Flüge erfreuen sich gerade im FSX einer steigenden Beliebtheit. Der Simulator gibt dabei so einiges her und an geeigneten Szenerien mangelt es auch nicht mehr. Hier sei nur an das African Airstrip Adventure von Aerosoft erinnert, dass uns die Bush-Fliegerei in Afrika näher bringen kann. Was neben schönen Szenerien zum guten Bush-Fliegen dringend erforderlich ist, sind natürlich geeignete Fluggeräte. Hier gibt es zum Beispiel mit der Twin Otter, der Beaver oder der Piper Cub einige gut geeignete Modelle. In dieses Segment soll auch die Bush Hawk XP von Aerosoft hineinpassen. Ob das so ist, möchte ich hier näher beleuchten.
Die Bush Hawk wurde von der Firma Found Aircraft Canada Inc. in den 1960er Jahren zum ersten Mal gebaut und dann, ca. 30 Jahre später erneut aufgelegt. Die Maschine soll in der Lage sein, Fracht und Passagiere in die entlegenen Winkel dieses Planeten zu transportieren. Glaubt man den vielen Links im Internet, dann tut sie das in der realen Fliegerei häufig und zuverlässig. Die Produktion wurde 2007 eingestellt, um ein Nachfolgemodell auf den Markt zu bringen. Der Sitz der Firma in Parry Sound, Ontario, Canada, kommt bei diesem Add-On noch zu Ehren, doch davon später.
Der Download von Aerosoft sowie die Installation verliefen problemlos und am Ende der Prozedur fanden sich 30 neue Flugzeuge vom Typ Bush Hawk XP in meinem Hangar: Es stehen nun viele verschiedene Liveries und drei unterschiedliche Konfigurationen zur Auswahl: Die Bush Hawk auf Rädern, auf Ski oder auf Schwimmern, die - mit einem Fahrwerk versehen - die Bush Hawk zum Amphibien-Flugzeug machen. Außerdem kann man zwischen einem VFR-Panel und einem Panel für IFR-Flüge wählen. Zudem gibt es ein Handbuch und ein kleines Tool, mit dem man die Auflösung der Texturen wählen kann. Soweit so gut.
Es soll ja eine Reihe von Simulator-Piloten geben, die sich ein neues Flugzeug laden und ohne einen Blick in das Handbuch zu werfen einfach losfliegen. Kann man machen, und bei einiger Übung wird es dann sicher gelingen, den Flieger auch wieder zu landen. Für den Bush-Piloten, der auf unbefestigten Pisten Starten oder Landen muss, der kurze Pisten, die von Hindernissen gesäumt sind, erreichen will und dies bei widrigem Wetter, reicht diese Herangehensweise natürlich nicht. Hier ist mehr als nur ein Blick in das Handbuch erforderlich, um die Parameter des Fliegers zu erfahren und den Grenzbereich – zunächst theoretisch – kennen zu lernen. Wem das im Übrigen ausreichend ausführliche Handbuch nicht reicht, wird bei www.foundair.com fündig. Dort gibt es auch weitere Infos zu den Fliegern, ein Besuch der Seite lohnt sich. Nach dem Studium des Handbuchs sollte man die wesentlichen Werte des Fliegers kennen, aber die wichtigsten Infos wie zum Beispiel die Checklisten, finden sich auch auf dem Kniebrett im FSX wieder.
Zum ersten Flug empfiehlt sich eine kleine Einweisung, wie im richtigen Leben auch. Hier hat Aerosoft einen kleinen Introduction Flight mitgeliefert. Ruft man diesen auf, findet man sich auf dem Platz von Found Air in Parry Sound wieder, und der Entwickler Thorsten Reichert führt den neuen Piloten durch die Instrumente und Feinheiten des Fliegers. Gelandet wird auf dem Wasser, so dass man auch das schon mal gesehen hat. Bei der Gelegenheit wird auch weiteres, praktisches kleines Tool erläutert: Ein Payload Calculator. Damit kann man bei den Missionen – die hier „assisted flights“, also „unterstützte Flüge“ heißen – schnell und einfach Passagiere und Fracht im Flieger verteilen, hinterher zeigt ein Blick in die Kabine bei Fracht-Beladung das Resultat. Außerhalb der assisted flights kann der Payload Calculator auch genutzt werden, allerdings ohne das praktische Extra-Menü.
Jetzt aber endlich ran an den Flieger.
Das Flugzeug hat im Aussehen etwas von einer Kiste. Gefällige Formen sucht man vergebens, der Flieger ist streng nach Praktikabilität gebaut worden. Es geht so sicher mehr hinein, als bei anderem Design, und die Nutzbarkeit steht bei diesem Flugzeug schließlich eindeutig im Vordergrund. Dies hat Aerosoft gut modelliert. Der Gesamteindruck ist dem richtigen Flieger sehr ähnlich. Die Liveries sind durchgängig gut gelungen, sehr abwechslungsreich und zum Teil wirken die Flieger sehr „gebraucht“. Die Außenansicht überzeugt zum Beispiel auch durch die Abbildung der Oberfläche mit den Nieten. Auch die Animationen der Ruderflächen, Türen und so weiter sind vorhanden, ebenso Antennen, Türgriffe, Scharniere und die sonstigen Teile wie die Seile, die die Ski bewegen, so dass das Äußere des Fliegers gelungen ist, und das auch in der geringeren Auflösung. Man muss schon sehr nahe herangehen, ehe man Unterschiede zur höheren Auflösung findet. Wer selber neue Bemalungen erstellen möchte, findet Links, um Vorlagen in verschiedenen Formaten herunterzuladen.
Auch der Innenraum ist schnörkellos und auf Robustheit getrimmt. Es passen 5 Personen hinein und dazu noch etwas Fracht oder aber massig Fracht und nur ein Mitflieger (vorne rechts, versteht sich), eine Vielfalt, die den „echten“ Kunden wichtig ist. Die Sitze lassen sich leicht ein- und ausbauen und erhöhen so die Flexibilität weiter. Eine gute Idee am Rande: Die Sitze passen ausgebaut in die Schwimmer (beim echten Flugzeug)! Mit dem schon erwähnten Payload Calculator kann man den Flieger sehr schön und übersichtlich beladen, eine prima Idee. Außerhalb der Missionen muss man zum Ändern der Payload und des Benzins das FSX-Menü nutzen, das Ergebnis zeigt der Calculator aber an. Die Innenraum-Texturen sind nicht so schön gelungen wie der Außenbereich, manche Teile wirken etwas „platt“, aber das schont vermutlich etwas die Ressourcen des Rechners. Das Panel gleicht sehr schön dem des richtigen Flugzeugs. Lediglich die Einpassung der Instrumente in das Panel wirkt etwas zweidimensional, das habe ich schon schöner gesehen. Durch die Wahl zwischen dem VFR- und dem IFR-Panel kann dem persönlichen Geschmack sowie den Anforderungen an den Flug nach die geeignete Instrumentierung ausgewählt werden. Die Triebwerksüberwachungs-Instrumente sind etwas ungewöhnlich, werden aber im Handbuch gut beschrieben und beim Introduction-Flight auch sehr schön erklärt. Nach kurzer Gewöhnung lassen sich diese Instrumente bestens ablesen. Auch alle anderen Instrumente und „Systeme“ werden beschrieben und geben keine Rätsel auf. Gut ist, dass es etliche verschiedene Cockpit-Panels gibt, von ganz neu bis stark gebraucht oder Aluminium. Auch für die Cockpit-Texturen lässt sich die Auflösung der Texturen wählen und hier ist das bei etwas schwächeren Systemen eher angeraten als bei den Außen-Texturen. Aber etwas schlampig scheint es bei einigen Betreibern auch zuzugehen, da kullert doch ein leerer Kaffee-Becher im Fußraum des Co-Piloten herum…
Und wie lässt sich das Flugzeug bedienen? Um es in einem Wort vorwegzunehmen: Einfach! Zum Starten des Triebwerks werden lediglich ein paar Schalter umgelegt und mittels des Zündschlüssels das Triebwerk angelassen, fertig. Beim Fliegen fällt auf, dass es keine Seiten- und Querrudertrimmung gibt. Die Empfindlichkeit des Höhenruders und die damit verbundene Notwendigkeit des häufigen Trimmens ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht als negativ zu bewerten. Einen Auto-Piloten gibt es nicht, man muss immer von Hand fliegen. Da ist es wirklich notwendig, den Flieger gut austrimmen zu können. Nach etwas Eingewöhnung gelang es mir auch, so dass auch längere Flüge kein Problem sind. Dabei ist wichtig, dass der Benzin-Verbrauch beobachtet wird, da der Pilot die Tankauswahl manuell umschalten muss. Spätestens, wenn eine Fläche immer „schwerer“ wird, wird man aufmerksam. Um die Realität etwas „steuern“ zu können, ist ein kleines Konfigurations-Tool vorhanden, mit dem Ausfälle des Flugzeugs eingestellt werden können. Hier kann man zum Beispiel auch den „virtuellen Co-Piloten“, Auto-Mixture oder Vereisungseffekte einstellen. Die Sicht nach draußen ist übrigens gut, besonders für die Passagiere hinten, die durch die großzügig verglasten Türen sehr viel sehen können. Durch die sehr guten STOL-Eigenschaften (STOL steht für Short Take-Off and Landing) kann man wirklich fast überall Starten und Landen. Die Langsamflug-Eigenschaften der Bush Hawk sind in der Tat auch im FSX überzeugend! Auch sonst scheint das Flugmodell in seinem ganzen Bereich gelungen. Etwas störend finde ich, dass man die Türen nur öffnen aber nicht wirklich wieder schließen kann. Beim Losrollen schließt dann der virtuelle Co-Pilot die eventuell noch offenen Türen, aber das ist nun wirklich kein entscheidender Nachteil.
Um den ganzen Einsatzbereich der Bush Hawk XP zu dokumentieren hat Aerosoft wie schon erwähnt neun sogenannte „assisted flights“ beigefügt. Diese sind keine Missionen im eigentlichen Sinn mit zu lösenden Aufgaben, sondern Flüge, die zwar Aufgaben stellen und Wetter, Payload etc. vorgeben, in denen aber alles – vom Wetter bis zum Flugzeug – veränderbar ist. Den Mission-Pointer gibt es auch, genau wie Rewards. Ich habe einige dieser Flüge durchgeführt und finde sie wirklich hilfreich, um einige interessante Gegenden im FSX kennen zu lernen und um die Einsatzmöglichkeiten dieses Bush-Fliegers zu erkunden. Insgesamt also eine gute Idee!
Auch für Nachtflug ist die Bush Hawk XP zugelassen. Die Innenraum-Beleuchtung lässt sich mittels eines „Hauptschalters“ einschalten, drei Dimmer erlauben das getrennte Regeln der Instrumenten-Beleuchtung. So lässt sich auch bei Dunkelheit sicher fliegen.
Die Frage nach der Framerate ist natürlich auch bei einem Bush-Flieger wichtig. Bei Auswahl der hohen Auflösung innen und außen braucht der Flieger schon Ressourcen. Bei meinem System blieben die Frames aber immer über 20, so dass das Fliegen kein Problem war.
Bei einem bewusst robust und simpel ausgelegten Flugzeug stellt sich die Frage nach der Systemtiefe entweder anders oder gar nicht. Wer Systemtiefe mit komplizierten Vorgängen oder einem FMC gleichsetzt, wird hier keinerlei Systemtiefe finden. Wer aber die Systeme so sehen möchte, wie sie im richtigen Flieger sind, hat das hier natürlich auch. Alle Instrumente reagieren auf Veränderungen und zeigen das an. Dies gilt nicht nur für die Triebwerksinstrumente (die würden sonst ja auch keinen Sinn machen), sondern zum Beispiel auch auf das Voltmeter, welches beim Ein- oder Ausschalten von Verbrauchen dies auch anzeigt.
Noch zwei weitere Beobachtungen: Der Sound dieses Fliegers gefällt mir. Sowohl innen als auch außen erscheint die Geräuschkulisse stimmig und passend zum Flugzeug. Merkwürdig nur, dass es im Inneren nicht lauter wird, wenn die Türen geöffnet werden. Wer gerne DirectX10 nutzt, kann dies mit einer kleinen Ausnahme bei der Beleuchtung auch durchgängig machen. |
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